Christa Helling – Von der verlorenen Wette …bis hin zum Bett?-Geflüster

aus mittendrin

Leandrah war anscheinend aufgewacht, sie hatte ihr Ohr ganz dicht auf das Betttuch gepresst und sagte immer wieder. „Aha, ach so war das … nein das hätte ich jetzt aber nicht gedacht. Ehrlich? Nein, Wahnsinn …“
Bastian war irritiert. Eindeutig waren sie allein. Sprach sie neuerdings im Schlaf?
Dabei streichelte ihre Hand immer wieder über das Bettlaken. Träumte sie jetzt mit offenen Augen? Bastian war besorgt.
„Wie? Nein, das glaube ich nicht“, ging es jetzt weiter. Dann heiß: „Huch, du machst mich neugierig.“
Bastian räusperte sich jetzt. Sie schaute ihn kurz an, lächelte, legte dann die Finger auf die Lippen: „Psst, das Bett erzählt mir was.“
„Leandrah, Liebling, hast du den Wein nicht vertragen?“, fragte er besorgt nach.
Jetzt richtete sie sich auf. „Doch sehr gut sogar, aber durch deine Fragerei und dein Räuspern hast du es jetzt verschreckt, es kennt dich ja noch nicht und jetzt will es mir nichts mehr erzählen.“
„Wer? Was?“, fragte er nach.
„Das Bett, beziehungsweise die Matratze. Ich habe mich vorhin gefragt, wer alle schon in diesem schönen Bett geschlafen hat. Dann habe ich es flüstern gehört, weil aber die Stimmen ganz leise waren, habe ich mein Ohr dichter darauf gepresst und dann konnte ich die Geschichte hören.“
Bastian sah besorgt aus, setzte sich auf das Bett, legte seine Hand auf ihre Stirn. Fieber hatte sie nicht.
„Was machst du da?“ Sie zeigte sich aufgebracht. „Lass das, mir geht’s gut.“ Sie schaute ihn vorwurfsvoll an. „Du glaubst mir nicht?“
„Na ja“, versuchte er sich jetzt raus zu winden.
„Sonja hätte mir sofort geglaubt“, sagte Leandrah jetzt trotzig.
„Na ja“, begann Bastian wieder. „Sonja.“

„Willst du etwas gegen meine beste Freundin sagen?“, sie zog dabei die Augenbraue hoch.
„Nein, nein“, wiegelte er jetzt ab. Und dachte: Der Tag hat so schön begonnen, die Stimmung beim Essen optimal und jetzt? Verflixt noch mal.
Leandrah lenkte ein, denn auch bei ihr war der Tag Revue gelaufen und so sagte sie leise: „Entschuldige Bastian, vielleicht waren es doch die vielen Eindrücke heute.“

„Schon gut.“ Bastian schlüpfte unter die Decke, die so leicht wirkte, dass sie wie ein Streicheln über den Körper glitt. Er begann sich zu drehen und zu winden, einfach um dieses Gefühl wieder und wieder zu haben.
„Was ist los?“, fragte Leandrah, die ihren Freund noch nie so erlebt hatte.
„Diese Decke zart und doch anschmiegsam, sie streichelt meinen Körper wie ich es noch nie erlebt habe, das will ich einfach weiter genießen“, antwortete er.
„Heißt das, wenn meine Hände dich streicheln ist das nicht so?!“ Sie war aufgescheucht.
„Doch auch, aber nicht so nicht so fließend.“ Aufgepasst Bastian, sagte er sich. Leandrah scheint eifersüchtig zu sein.

Sie legte sich jetzt auf die Seite, bat ihn: „Bleib doch mal liegen und schau mich an.“
„Ich weiß nicht, wie ich es erklären soll“, begann sie nach einer Weile, als er sich auch zu ihr gedreht hatte und sie nach seiner Hand griff. „Es war ganz merkwürdig, du hast mich anscheinend vorhin schlafend auf das Bett gelegt.“
„Ja“, bestätigte er zärtlich. „Als ich mit dir an der Rezeption den Schlüssel abholen wollte, warst du tief und fest an meiner Schulter eingeschlafen. Ich konnte dich nur auf meinen Armen tragend ins Zimmer bringen. Da habe ich dich einfach auf das Bett abgelegt und angefangen dich auszuziehen.“
„Und dann?“, fragte sie.
„Habe ich dich zugedeckt und bin ins Bad gegangen.“

„Ich habe wie so ein leichtes Räuspern gehört, was mich irritierte. Erst dachte ich, ich träume, du weißt schon“, versuchte sie zu erklären. „Diese Art Traum bei der einen das Gefühl vermittelt, man steht daneben und sieht sich selber.“
„Mmmhhh.“
„Aber dann sprach es mich direkt an. Sie, hallo Sie, sie wollten vorhin doch wissen wer hier schon alle genächtigt hat?
Ja, sagte ich völlig irritiert.
Ich kann es ihnen erzählen, wenn sie möchten.
Wer sind sie?, fragte ich nach.
Ihre Matratze, die schön säuberlich mit dem schönen Damastbetttuch bespannt ist, denn nur ich kann ihnen sagen wer auf mir schon geschlafen oder? Dabei hat sich das Bettlaken so verzogen, dass es wie ein verschmitztes Lächeln aussah.
Na ja, kam es dann von einer anderen Seite, eine andere Stimme, etwas hölzern klingend. Sie werden ja alle sieben Jahre ausgewechselt, während ich sie und ihre Artgenossen schon viel länger ertrage habe, ich viel gesehen, viel gehört und …
Was?, kam die andere Stimme jetzt aufgebracht wieder. Sie mögen zwar meine Wenigkeit und andere aus meiner Verwandtschaft schon beherbergt haben in ihrem Rahmen. Aber sie haben nie erlebt wenn Tränen des Lachens, des Schmerzes, der Trauer in sie gesickert sind. Sie haben höchstens mal einen Tritt der Wut an ihre Seite bekommen oder einen Fausthieb an ihren Kopf aber ich … ich habe die großen Gefühle erlebt, die Hingabe, das Sperma, den Natursekt, den Sekt, Rotwein, Eis und Schokolade, Blut ,Schweiß … da können sie gar nicht mitreden.
Ach ja?, höhnte das Bett dann. Aber ich habe meine Form behalten, während Sie seit ich hier stehe in diesem Zimmer die Nummer zwanzig hier sind.
Hach, sie können gar nicht mitreden was hier in diesem Zimmer schon alles geschah.
Bastian glaub mir, auch ich glaubte zu träumen aber ich habe es wirklich gehört“, flüsterte Leandrah.

Die Ernsthaftigkeit mit der sie die ganze Zeit erzählte, so etwas würde sie sich nicht aus den Fingern saugen. Gab es andererseits nicht Dinge zwischen Himmel und Erde, die nicht erklärbar waren? Zärtlich küsste er ihre Nasenspitze.
„Ich glaube dir“, flüsterte er. „Was hältst du davon, wenn wir Ihnen auch etwas zum weiter erzählen bieten?“
„Viel“, sagte Leandrah. „Aber erst morgen früh, jetzt möchte ich einfach nur in deinen Armen einschlafen.“
So soll es sein, er nahm sie in die Arme sie kuschelte sich in Löffelchenmanier an ihn, zog seinen Arm über sich hinweg und spürte sein zärtliches Knabbern an ihr und fragte neugierig nach: „Nicht satt geworden heute?“
„Schon“, flüsterte er. „Nur der Hunger nach dir wird immer größer.“
Sie drückte sich noch enger an ihn. „Das ist gut so.“
Ganz fest hielt er sie. Kurze Zeit später waren beide tief und fest eingeschlafen.

Leandrah war als erste wach am frühen Morgen, da ein vorwitziger Sonnenstrahl sich durch die nicht ganz zugezogenen Gardinen gestohlen hatte und ihr Gesicht liebkoste. Langsam wand sie sich aus Bastians Armen, drehte sich zu ihm und beobachtete seine ruhige Atmung. Das leichte Zittern seiner Wimpern, das verwuschelte Haar.
Sie liebte ihn so wie er war, seine Unbekümmertheit, seine Besorgnis so wie er sie gestern wieder gezeigt hatte.
Jetzt lockte das Bad. Duschen, das Wasser auf den Köper prasseln lassen.
Sie genoss die Dusche mit allen Sinnen. Trocknete sich ab, cremte sich sehr sorgfältig ein. Fönte ihr Haar und ging zurück ins Schlafzimmer. Mittlerweise war Bastian aufgewacht, hatte die fehlende Leandrah bemerkt und das prasseln des Wassers vernommen.
Der Schalk saß ihm im Nacken als er an gestern dachte und somit sein Ohr auf das Bett presste und sagte: „Nun kennst du mich schon, ich habe eine Nacht in, beziehungsweise auf dir geschlafen. Also weißt du, dass ich dir nichts Böses will und deshalb kannst du mir ja auch etwas flüstern.“

„Ja“, sagte er nach einer kurzen Zeit. „Woher wisst ihr das? Und seid ihr sicher? Na, ihr müsst nicht gleich gekränkt sein, ich wollte euch mit meinen Worten nicht verletzen. Bitte verzeiht mir …
Wie? Audienz beendet?“
„Nun? Glaubst du mir jetzt, dass es flüstert?“ fragte Leandrah neugierig.
„Ja.“ Bastian schien verwirrt.
Sie schaute ihn prüfend an. „So richtig hast du es mir anscheinend doch nicht abgenommen und dann musstest du dich vom Gegenteil überzeugen lassen, stimmst?“
Bastian nickte, fragte dann: „Willst du wissen was es mir geflüstert hat?“
„Ja.“
„Es hat gesagt, sie hätten den Eindruck, dass ich Angst habe, dich zu verlieren, meine Haltung im Schlaf hätte es ihnen gesagt.“ Neugierig beobachtete er bei diesen Worten Leandrah und diese ganz genau Bastian.

„Du brauchst keine Angst haben“, sagte sie. „Denn ich habe mich in deinen Armen wie immer sehr wohl und beschützt gefühlt. Ich habe dich bevor ich aufgestanden bin noch beobachtet, während du schliefst und … ich liebe dich.“
„Das hat es mir auch gesagt“, sagte er leise.
„Hast du daran etwa gezweifelt?“, fragte sie nach.
Er schüttelte langsam den Kopf, sagte dann: „Nein, habe ich nicht, deine Augen können nicht lügen.“
„Na also und jetzt ab unter die Dusche“, forderte sie © alle Rechte vorbehalten 2013

ebook –  – 7,99€ –

ISBN: 9783737582605  https://www.epubli.de/shop/buch/49149

Taschenbuch ISBN: 9783737587112 – book on demand
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Iris – 13 (Dreizehn)

13 (dreizehn)  –  die Juli Geschichte

Valentin, der mit Iris jetzt seit dem Valentinstag zusammen war, hatte einen gemeinsamen Urlaub geplant.
Das gestaltete sich aber schwieriger als gedacht, denn Iris hatte sich vorgenommen nur dorthin zu fahren, wo der Urlaubsort oder das Land 13 Buchstaben haben.
„Das wird doch nichts,“ klagte er dann eines Abends, „ich möchte nicht ewig rumrätseln sondern meinen Urlaub jetzt fest planen. Lass uns etwas anderes aussuchen mit deiner 13.

Erzähl mir zum Beispiel wie viele Männer du vor mir hattest.“

„Du bist neugierig?“ fragte sie, „Na klar, das ist ja nicht nur euch Frauen vorbehalten.“ antwortete Valentin. „Du bist sehr heiß, deine roten Haare haben sicher schon viele verrückt gemacht und mit deinen schönen grünen Augen ziehst du jeden in deinen Bann.“
„So, meinst du?“ „Ja, meine ich. Und wenn ich daran denke, wie gerne ich an deinen Äpfelchen knabbere, wie ich aus dir das süße Nass heraushole. Es macht mich wahnsinnig, wenn sich das eine oder andere Tröpfchen auf deinen entzückenden kleinen Löckchen absetzt und der Duft, der aus deinen unteren Gefilden strömt und mich berauscht.

Also, sei ehrlich: wie viele Männer durften sich vor mir schon in deiner lustvollen Grotte austoben?“
„Das willst du wirklich wissen?“ fragte Iris erstaunt,
„Ja, das interessiert mich.“, flüsterte er an ihren Ohrläppchen zupfend.
„Hältst du mich etwa für ein männermordendes Weibchen?“ fragte Iris überrascht.
„Nein, das nicht.“ er drehte sich dabei leicht, um das Schulternzucken zu verbergen „Eher für eine hungrige Vampirin, die die Männer aussaugt.“
„Ich?“ Iris schaute ihn völlig konsterniert an. „Ich? Eine Vampirin? So siehst Du mich also?“ ihre Augen waren weit aufgerissen.
„Nein, ich sehe dich als mein Geschenk zu meinem Namenstag an.
Und ich bin dein Geburtstagsgeschenk, da deine Freundinnen mich dafür auserkoren hatten DEIN Valentin zu sein. Du bist ein Geschenk, das ich nicht mehr hergeben möchte.
Trotzdem würde es mich interessieren wer so meine Vorgänger waren und warum du sie, oder sie dich, was ich mir hingegen nicht vorstellen kann, wieder abserviert hast.“
Kleine Tränen schimmerten jetzt in ihren Augen, als sie den Kopf hob und atemlos flüsterte: „Du bist auch in jeder Hinsicht ein Geschenk, das ich mit niemandem teilen möchte.“

Ein Kuss folgte, der die beiden sofort wieder zusammen brachte. Seine Hände, die wieder und wieder ihren Körper streichelten, das Kleid hochschoben und ihren entzückenden, knackigen Po massierten. Dann trat er mit einem mal einen Schritt zurück und forderte: „Fang an zu erzählen.“

„Jetzt?“ fragte Iris.
„Jetzt.“ bestätigte Valentin. „Wenn du mir alles erzählt hast suchen wir uns einen schönen Urlaubsort aus.“
„Nicht nach Rom.“ sagte Iris „Das ist Leandrahs und Bastian Domizil. Nach Schottland will ich auch nicht, da waren Sonja und Thomas auf Nessie Suche.“
„Weißt du, ich könnte mit dir in die Camargue fahren und dich nackt auf einem Wildpferd reiten lassen. Ich sehe es schon vor mir, deine roten Haare flattern im Wind, dein Lächeln. Eine tolle Vorstellung. Wir könnten dort auch Töpfern oder Bogenschießen üben.“, setzte er noch hinzu.
„Klingt vielversprechend.“ lächelte Iris.
„Ist es auch. Aber bevor ich weiter darüber nachdenke erwarte ich die Aufzählung meiner Vorgänger.“
„Okay.“ gab Iris sich zahm. Sie sah sich bereits inmitten einer Herde weißer Pferde in der Camargue reiten. Wild und ungestüm, nackt und mit den wehenden Haaren. Ihr entgegenkommend, den Pferden Einhalt gebietend sah sie Valentin, der die Zügel ihres Pferdes festhielt und sie mit einer Armbewegung um ihre Hüften einfach vom Pferd zog. Vielleicht schwang er sich auch hinter sie und sie ritten gemeinsam in die Weite der Camargue hinaus.
„Nun?“ Valentin war gespannt.

Iris rutschte auf der Couch unruhig hin und her. „Meinst du die längeren Beziehungen oder die One Night Stands?“
„Hattest du davon viele?“
Iris begann herum zu drucksen: „Sonja hatte mal so eine verrückte Idee vor ein paar Jahren und hat alle damit reingerissen.“ „Wo reingerissen?“ Valentin war jetzt sehr neugierig geworden, „Wie ich mittlerweile mitbekommen habe gibt es ja ein paar verrückte Ideen von Sonja, die aber einen gewissen Charme in der Ausführung haben.“

„Stimmt, und es ist immer super durchdacht von ihr.
Also Anja, Malon, meine Wenigkeit, Leandrah und Sonja hatten uns vorgenommen in 13 Wochen so viele Männer wie irgend möglich zu becircen und ins Bett zu bekommen. So nach dem Motto: einer von denen muss doch was besonderes sein. Wir haben damals noch in einer WG zusammengewohnt und Sonja hatte in dem Raum, den wir alle als Arbeitszimmer nutzten,
die Wand mit einer großen Tabelle eingerichtet. Woche 1 bis Woche 13 war dort aufgelistet, sowie unsere Namen. Wir trugen jeden Kerl ein, den wir abschleppten. Nach 13 Wochen haben wir dann geguckt wer am meisten hatte.“

„Moment mal,“ sagte Valentin „das habt ihr doch jedes Mal sehen können wenn ihr jemanden eingetragen habt.“
„Nicht nach Sonjas Prinzip. Wir hatten Kärtchen beschriften müssen. Jeder hatte eine Farbe und jede Woche hatte für uns eine andere Nuance der Farbe. Diese Kärtchen kamen in eine wöchentliche Box. Erst als die 13 Wochen herum waren, brachte Sonja, gewissenhaft wie eine Notarin, die Kärtchen der einzelnen Wochen an. Sie wollte den Konkurrenzkampf nicht ausarten lassen.“

„Raffiniert deine Freundin Sonja, das muss ich schon sagen. Da muss „Mann“ wirklich erst einmal drauf kommen.
Und wer hatte am meisten?“
„Malon. Malon hatte einen Kommilitonen nach dem anderen. Zwischendrin auch mal einen Professor. Unter anderen auch den netten Archäologen, den sie bei den Ausgrabungen getroffen hatte.“
„Wer hatte den zweiten Platz?“ Valentin war jetzt noch neugieriger.
„Sonja. Aber auch nur knapp, denn sie hatte sich 3 mal Typen von Malon gegriffen. Malon meinte dann das hätte das Ergebnis verfälscht und wäre gegen die Spielregeln. War es wirklich und Sonja hatte die Regeln selber aufgestellt.“
„Sie hat ihre eigenen Regeln gebrochen?“
„Nein, so war das nicht. Sonja hatte sie woanders kennen gelernt. Sie waren nur mit Malon in unserer WG, nicht mit Sonja.“
„Woher wusstet ihr denn dann, dass es die gleichen Typen waren?“ fragte Valentin.
„Ganz einfach: Handynummer und Adresse mussten mit aufgeschrieben werden. Außerdem hatten die beiden so komische Vornamen, davon kann es nicht mehr in einer Stadt geben. Wirklich, wir haben uns gekringelt vor Lachen.

Und weil Malon, die Kärtchen gerade zu der Zeit in die Box geworfen hatte, als Sonja schon am Bahnhof stand um zum Rock am Ring zu fahren… Zufällig hatten die beiden das gleiche vor, und haben sich dann mit Sonja im Zug und im Zelt die Zeit vertrieben. Diese Überschneidung hätte eigentlich durchgehen müssen, aber Sonja ist so dermaßen fair, das sie darauf dann verzichtet hat.
„Wie hießen die Knaben denn nun?“ fragte Valentin wieder.
Iris musste kichern: „Fürchtegott und Glauberecht. Sie sind Zwillinge und haben anscheinend böse Eltern mit einem guten Sinn für Humor.“ „Wie? Wie bitte heißen die beiden?“ „Du hast richtig gehört. Deren Cousin heißt Christlieb.“

„Nein, das ist ja abgefahren. Und mit denen haben Malon und Sonja…?“ „Genau. Als wir das in der Tabelle gelesen haben, haben wir solche Lachkrämpfe bekommen, dass wir Bauchschmerzen bekamen. Aber das schärfste war: die Jungs haben zeitgleich so was ähnliches gemacht. Fürchtegott ist daraus als Sieger herausgegangen.“

Valentin schlug sich vor Lachen auf die Schenkel, er konnte gar nicht mehr aufhören.
Iris konnte es ihm nicht verdenken.© Iris von Walden 2013

 

ebook: 4,99 €  – auch auf anderen Plattformen außer auf Skoobe

ISBN: 978-3-7375-0064-7

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Taschenbuch 9,65 € Book on demand + 2,95 € Versandkosten und 8 – 10 Tage Lieferzeit

ISBN: 978-3-7375-1829-1

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Leandrah – Alles übertrieben bis ordinär

Alles übertrieben bis ordinär

Lukas ist ein Fan von Lady Constanze. Lady Constanze ist eine sogenannte High Heellady (Stöckelhure), mindestens 16cm hoch, ganz dünne Absätze, stöckelt sie einher. Hauchdünne Nylons immer mit Naht mit Strapsen und Halterlose. (Nylonlady) Die Dame trägt Fußkettchen, Armbänder, Ringe und Halsschmuck ,Ohrgehänge ,viel, viel Strass und Glitzer. (Schmucklady) Sie trägt einen engen Lederrock und eine Satinbluse, alles in Schwarz. Und noch etwas macht ihn an, Lady Constanze ist extrem geschminkt, überschminkt. Nuttig geschminkt. Sie ist eine sogenannte Schminklady. Alles in einer Person, Diva und Göttin.

Als Lukas das erste Mal in meine Praxis kam, war er sehr umständlich, schaute sich immer um, musterte mich von Kopf bis Fuß.
Ich bat ihn sich zu setzen.
„Ist etwas mit mir nicht in Ordnung?“, fragte ich, seinen Blick einfangend.
„Nun“, sagte er. „ich schätze Frauen mit mindestens, mindestens 16 cm Absatz, ganz dünn. Sie tragen höchstens-“
„Sieben“, unterbrach ich ihn. „Männer so weiß ich, können schlecht schätzen.“
„Lächerlich“, winkte er ab.
„Nun, mir reicht es“, antwortete ich kühl. „Ich lege keinen Wert darauf meine Füße und meine Knie unbedingt kaputt zu machen.“
„Sieben“, sagte er wieder. „ist nicht ernst zu nehmen. Und sie sind nicht spitz. Außerdem stelle ich fest, Sie tragen keine Nahtstrümpfe.“
„Nicht immer“, sagte ich langsam.
„Mich macht das unglaublich an“, sagte er jetzt ganz verträumt. „Frauen die ihre schönen Beine in feinstes, glänzendes Nylon hüllen und mit einer Naht am Bein krönen. Sie hingegen…“ Er ließ den Satz offen.
„Lukas“, begann ich. „ich trage gelegentlich Nahtstrümpfe, fühle mich aber in den schlichten ungleich wohler.“
„Ich verstehe Sie nicht“, sagte er. Einen Mann macht ein lang gestrecktes Bein mit Nahtstrümpfen unglaublich an. Und Sie…“
„….ich“, vervollständigte den Satz. „Ich würde für keinen Mann, meine Gesundheit bzw. meine Knochen ruinieren. Es rächt sich irgendwann und dann… sagt auch keiner Danke dazu. Auch mit sieben Zentimeter bin ich für Männer interessant und auch ohne Naht an meinen Strümpfen starrt man mir unverhohlen nach.“
„Sie tragen an ihren zweifellos schönen Beinen kein Fußkettchen, fuhr er fort.“
„Stimmt“, bestätigte ich. „Wollen Sie mir jetzt vielleicht sagen, was Sie eigentlich bei mir wollen, außer an meiner Erscheinung herum zu meckern?“
„Das wollte ich auch nicht“, sagte er dann leicht bestürzt. „Aber eine richtige Frau“, so begann er wieder. „trägt gern Schmuck, behängt sich mit diesem geradezu üppig. Strass, Glitzer, eine Frau will doch funkeln.“
Ich fuhr ihn an: „Sehen Sie nicht, dass meine Augen funkeln?“
„Ein hübsches Grün“, sagte er.
„Graugrün“, widersprach ich.
„Gut“, sagte er friedfertig. „Graugrün und da wären wir schon beim nächsten Punkt: Sie sind viel zu dezent geschminkt.“ © alle Rechte vorbehalten 9.3.2014

Leandrah – Catchen ??? Ein Fetisch?

Catchen?

Ein weiterer seltsamer Fetisch tauchte auf. Max sagte, als er um einen Termin in meiner Praxis bat: „Leandrah, meinen Fetisch haben Sie sicher noch nicht in ihrer Sammlung.“
„Kann schon sein“, lächelte ich. „Es gibt ja vieles. Machen Sie es nicht so spannend, erzählen Sie einfach.“
„Wenn ich zu Ihnen in die Praxis komme, kann ich da ein paar Zutaten mitbringen?“, fragte er.
Ich wurde neugierig. „Sicher können Sie das.“
„Gut, sagte er dann komme ich morgen so gegen 16:00Uhr bei Ihnen vorbei wenn es dann passt.“
Ich schaute kurz in meinen Kalender, dann antwortete ich: „Wie ich sehe,
kann ich es einrichten.“
„Fein“, sagte er. „Dann bis morgen.“
„Ciao.“

Am nächsten Tag stand er pünktlich auf der Matte. Er hatte eine sehr große Tasche bei sich. „Schön“, sagte er als er sich umsah. „Ihr Praxisraum ist schön groß. Kommen Sie, helfen Sie mir mal ihre Möbel mehr an den Rand zu bugsieren.“
„Warum denn das?“ Ich reagierte mit Unwillen. „Und wer räumt das nachher wieder hin?“
Er schaute hoch, „Ich natürlich“, sagend.
„Na, da bin ich ja mal gespannt“, konnte ich mir nicht verkneifen zu bemerken.
Da ich aber neugierig war was er vor hatte, räumte ich mit ihm meine Couch, den Sessel und den Tisch beiseite.
Jetzt öffnete er seine Tasche und holte etwas wie eine Plane heraus und so was schlabberiges drum herum. Das, so stellte sich heraus, musste erste aufgepumpt werden, um einen etwas 40 cm hohen Rand zu ergeben.
„Sieht nach einen Schwimmbassin für Kinder aus“, sagte ich Stirn runzelnd.
„Stimmt“, bestätigte er und strahlte mich an.
„Und was hat das jetzt mit ihrem Fetisch zu tun?“, fragte ich erneut nach.
„Gemach, gemach“, sagte er. „Beordern Sie erst noch mal eine Freundin hierher, es dauert ja noch einen Moment bis ich hier den Rand mit der Pumpe aufgeblasen habe.“
„Das hätten Sie mir ja auch eher mitteilen können das Sie noch eine Person brauchen“, fauchte ich.
In dem Moment klingelt es und meine Freundin Sonja tauchte auf. „Hallo Leandrah, ich dachte mir, du hättest Appetit auf ein Spaghetti Eis und so … oh, du hast Besuch“, sagte sie über meine Schulter linsend.
Ich gab die Tür frei. „Du kommst wie gerufen, der Herr teilte mir überraschenderweise mit ich solle noch eine Freundin her beordern.“
Sonja ging an mir vorbei, drückte mir dabei meinen Eisbecher in die Hand und schaute konsterniert auf das entstehende Schwimmbassin. Schaute zu mir, fragte: „Was macht der denn da?“
Ich zuckte mit den Schultern und antwortete ihr: „Ich habe keine Ahnung.“
Genüsslich unser Eis verspeisend, harrten wir der Dinge, die mit dem Aufpumpen des Bassins ja nun mal zu Sprache kommen sollten.
Endlich war es soweit.
„Neugierig?“ fragte er.
„Sicher“, sagte ich. „Meine Möbel mussten einen Kinderplanschbecken weichen.“
„Ja sorry“, sagte er. „Das ist quasi der Rahmen für meinen Fetisch.“
„Aha“, konterte ich nur.
„Also…“, begann er und dann kam wieder eine kleine Pause.
„Sieht so aus…“, lästerte Sonja jetzt. „als wenn er nicht weiß wie er uns das verklickern kann.“
Max schaute ungnädig auf Sonja. „Ich weiß sehr wohl wie ich es ausdrücken kann.“
„Na, dann mal raus mit der Sprache“, forderte auch ich ihn auf.
„Also…“, legte er wieder los.
Sonja schaute mich an und meinte dann: „So weit waren wir schon einmal.“
Dieser Blick den sie jetzt erntete… aber reden wir nicht drüber.
„Gut, ich sage es jetzt“, kam es etwas trotzig von ihm.
„Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen“, sagte ich lächelnd.
„Catchen“, sagte er. „Catchen ist mein Fetisch.“
CATCHEN???
Sonja und ich schauten uns an. Die drei Fragezeichen standen hörbar in der Luft.
„Was hat er gerade gesagt?“, fragte Sonja. „Ich glaube, ich habe etwas an den Ohren.“
„Meines Erachtens ist das eine…“, begann ich. „eine Art Sport, ähnlich wie Ringen, wenn ich mich nicht irre.“
„Gut, sehr gut, Leandrah, damit wissen sie schon eine ganze Menge mehr als viele ihrer Kolleginnen“, sagte er zufrieden. © alle Rechte vorbehalten 26.4.2015

Bei diesem Rollenspiel übernehme ich die Erzählung, denn Max schweigt die ganze Zeit bis er kommt- immer. Ich übernehme auch die beiden Partien von den Kontrahentinnen.

IRIS = Die Ex-sen Tour/Exfreundinnentour

Rubrik: Eindeutig – zweideutig

Die Ex – sen Tour / EX –freundinnen Tour

Habe ich euch eigentlich schon erzählt…?
Achso geht ja gar nicht, bin ja erst mit meiner Seite seit Juli 2012 auf dem Markt.
Also ich erzähle es euch jetzt, denn Silvester steht auch wieder vor der Tür und da passt es dann wieder.

Eigentlich wollte ich mit Sonja, Leandrah, Anja, Conny und Malon von 2010 in 2011 reinfeiern und hatte mich schon schick gemacht- also ehrlich, die Venus wäre blass geworden hätte sie mich gesehen. Aber wie das so ist wenn man sich auf etwas ganz besonders freut, und zudem Stunden damit verbracht hat, dass das ganze Drumherum perfekt ist, dann kommt etwas unvorhersehbares dazwischen.
Wie gesagt, ich wollte grade aufbrechen, es war 22:00h, da klingelt es.
Ich, nichts Böses ahnend, öffne die Tür und da stehen 2 Ex Freunde von mir, strahlend wie Honigkuchenpferde, vor mir und sagen: „Hi Iris, wie schön dass wir dich antreffen.“ Und als sie meinen Aufzug bemerkten:
„Du wolltest doch nicht gerade gehen?“
Jetzt, wo WIR da sind! Alte Freunde gewissermaßen.“
„Ja, ich wollte grade gehen, bin eingeladen.“ antwortete ich ziemlich gereizt.
Sie drängten mich in meine Wohnung zurück und schlossen die Tür hinter sich. „Freust Du dich denn nicht, uns mal wieder zu sehen?“
„Doch ja,“ erwiderte ich ausweichend „aber nicht heute, heute habe ich etwas vor.“
„Stimmt,“ sagte Henrik „du hast etwas vor, mit uns.“ „Wir haben uns die ganze Zeit so auf dich gefreut.“ bestätigte auch Moritz jetzt „weißt du Iris, wir sind seit Monaten auf Ex– en Tour und du sollst unser krönender Abschluss sein.“
„AHA“ ich holte tief Luft, „nett von euch, aber heute geht nicht. Ich bin wie gesagt verabredet. Ihr hättet euch anmelden sollen.“
„Aber Iris,“ Henrik schaute mich vorwurfsvoll an, „dann wäre es doch keine Überraschung mehr gewesen.“
„Weißt Du Iris“ begann Moritz, „du kannst dich doch sicher noch an diese verdammt heiße Nacht erinnern in Henriks Spiegelkabinett mit uns beiden.“
Einen Augenblick stand ich ganz still und versuchte nicht, wie davor,die beiden wieder Richtung Tür zu bugsieren.
„Sag jetzt nicht, dass du DAS vergessen hast…“ begann Moritz.
Bilder schossen mir durch Kopf, längst verdrängtes tauchte auf und wurde aus seinem Schneewittchenschlaf gerissen.
„die unvergleichliche Nacht mit uns beiden.“ beendete Henrik den angefangenen Satz von Moritz.
„Was wollt ihr?“ fragte ich, noch immer mit den Bildern in meinen Kopf.
„Eine Wiederholung,“ kam es von beiden lakonisch „wie gesagt, als krönenden Abschluss unsrer Ex-entour.“
„Stell dir mal vor,“ begann Moritz „wie wir 3 auf eine ganz besondere Art spritzig ins neue Jahr kommen.“ „Das bleibt unvergesslich.“ bestätigte Henrik auch sofort. © 2012

 

ebook ISBN: 978-3-8442-5582-9 –  4,99 €Featured image

Taschenbuch ISBN: 978-3-7375-1826-0                                7,65 €  Book on demand

https://www.epubli.de/shop/autor/Iris-von-Walden/6427

 

Christa Helling = DAS MEDAILLON

Leseprobe aus mittendrin

„Ich denke Sascha war bei dir, wo hast du ihn denn gelassen?“ fragte Bastian jetzt Ben.
„Er sucht noch nach einen Parkplatz“, antwortete dieser. „Na dann, sucht euch schon mal einen Platz“, forderte Bastian auf.
Anja und Leandrah unterhielten sich gerade.
„… und ist es auch in deinem Sinne, dass ich, wenn ihr jetzt wieder weg seid, Jacko nehme?“
Leandrah, die davon noch nichts wusste, schaute fragend zu Bastian, der nickte und so bestätigte sie dessen Aussage diesbezüglich. In dem Augenblick trat Sascha ein.
Sascha hatte immer ein verschmitztes Lächeln im Gesicht, zeigte sich jetzt aber ziemlich aufgebracht. Ben fragte: „So schlimm kann es doch nicht sein, einen Parkplatz zu finden… wo zum Teufel hast du gesteckt?“
„Mir hat eine ziemlich freche Lady den schönen ausgeguckten Parkplatz vor der Nase weggeschnappt, so war ich gezwungen etwas länger zu suchen.“
„Du hast sie nicht gleich zur Rede gestellt?“, fragte Ben neugierig nach.
„Schwierig“, sagte Sascha. „Aber wehe wenn…“

Leandrah trat auf ihn zu. „Hallo Sascha darf ich dir meine Freundin Anja vorstellen, ich könnte mir vorstellen…“
Weiter kam sie nicht, Sascha unterbrach sie. „Das ist sie, diese Frau ist…“
Anja baute sich vor ihm auf. „Diese Frau ist Anja Holm und ich mag Kavaliere, die einer Frau immer ohne nennenswerte Probleme ihren Parkplatz überlassen.“
Sascha suchte nach Worten. „Sie…“, begann er. „… sind Anja Holm die Journalistin?“
„Genau.“
Erik, Ben, Bastian, Leandrah und Malon waren jetzt gespannt, sie alle hatten schon mal überlegt, das diese beiden ein ausgesprochen perfektes Paar abgeben würden und nun standen sie voreinander. Wobei diese erste Begegnung nun nicht gerade unter dem Punkt Harmonie abzubuchen war.
„Äh, ähm, ich bin Sascha Bretoni“, stellte er sich jetzt vor. Jetzt bekam Anja große Augen. „Der Sascha Bretoni, der Abenteurer Fotograf?“, fragte sie nach.
„Genau der“, bestätigte er locker.
„Wir sollten uns mal zusammensetzen“, sagte Anja da. „Ich wäre nämlich sehr an einer Zusammenarbeit mit Ihnen interessiert.“
„Das trifft sich gut“, entgegnete Sascha. „Auch ich habe reges Interesse mit einer guten Zeitung zusammen zu arbeiten und der Name Anja Holm steht zumindest für sehr guten Journalismus.“
„Danke“, sagte Anja.

„Bitte setzt euch“, bat Cornelia die gerade wieder eintrat und noch eine Auswahl an selbstgemachten Marmeladen hereinbrachte, gefolgt von Robert der den frisch gekochten Kaffee einschenken wollte. Verschiedene Wurst-, Schinken- und Käsesorten hatten bereits den Weg auf den Tisch gefunden, auch ein Korb mit Obst der Saison. „Greift zu“, wurde die Gruppe aufgefordert dann verließen sie den Raum wieder, schlossen dabei die Tür, denn sie wussten das Bastian und Leandrah etwas klären wollten.

Anja und Sascha hatten sich zusammengesetzt, ganz selbstverständlich, was von allen mit einem leichten Schmunzeln kommentiert wurde. Malon und Erik saßen zusammen und Leandrah war flankiert von Bastian und Ben. Bastian goss Leandrah von dem frisch gepressten Orangensaft ein. Sie griff nach den ersten Brötchen, Erik konnte da nicht an sich halten und fragte: „Eins reicht dir?“
„Nö, sicher nicht“, antwortete sie. „Aber hier stehe ich auch nicht unter Zeitdruck, also kann ich mir immer eins nach dem anderen holen.“
„Ich begann mir auch schon Sorgen zu machen…“, grinste Sascha. „… als ich gesehen habe, dass du deinen Teller nicht so üppig befüllt hast.“
Anja und Malon lachten. „Schön…“, japste Malon jetzt. „… dass du dich in dieser Hinsicht nicht verändert hast.“
„Wie wahr, wie wahr“, fügte Anja noch mit Lachtränen in den Augen hinzu.
„Was ihr nur habt, es heißt doch, Essen und trinken hält Leib und Seele zusammen“, verteidigte sich Leandrah.

„In Rom war es teilweise dramatisch“, erzählte Bastian jetzt augenzwinkernd. „Man hatte aufgrund ihres Magenknurrens gleich an Erdbeben gedacht.“
„Das kann ich nachvollziehen“, lächelte Ben.
„Ich würde sagen…“, meinte Bastian jetzt. „… wir frühstücken erst einmal in Ruhe und danach reden wir über die bevorstehende Herausforderung in Leandrahs Heimat. Und über Dinge die weitreichende Konsequenzen für unsere Freundschaft haben.“ Die letzten Worte klangen ernst und so schauten alle betroffen hoch.
„Nichts Ungenehmes“, sagte Leandrah. „Nur haben wir in Rom einiges erfahren das wir jetzt mit euch teilen wollen.“

Erik sah gerade zu Bastian der ihm den Schinken reichte. „Seit wann trägst du einen Ring?“ Dann glitt sein Blick automatisch zu Leandrah und er bemerkte den gleichen Ring auch bei ihr.
„Weitreichende Konsequenzen…“, sagte er. „Wie soll ich das verstehen?“ Ben wurde blass, als er die Ringe der beiden sah, der Schmerz in seinen Augen war unübersehbar und doch versuchte er sich nichts anmerken zu lassen.
Freunden kann man nichts vormachen, daher legte Leandrah jetzt ihre Hand auf die seine. „Es ist nicht so, wie du jetzt denkst, den gleichen Ring tragen sieben römische Freunde von uns ebenfalls… Es ist ein Freundschaftsring der besonderen Art. Diese sieben Freunde, Maria, Viola, Luciella, Claudio, Gerado, Luigio und Andrea, tragen ihn ebenso, wir waren einst in der Antike Roms Freunde. Wir haben damals einiges zusammen erlebt, das haben wir so nach und nach gemeinsam festgestellt. Eine höhere Macht hat uns in Rom zusammengeführt. Viola hat dann diese Freundschaftsringe entworfen und hergestellt und wir haben sie kurz bevor unser Flug zurück ging, einander angesteckt.“

„Viola Anello?“, fragte Sascha jetzt.
„Ja“, bestätigte Bastian. „Kennst du sie?“
„Na klar, ich habe doch diese Foto Aktion mit ihr gemacht, ihr Schmuck von nackten Frauen getragen die einfach so durch die Fußgängerzone schlenderten.“
Anja saß senkrecht auf dem Stuhl.
„Stimmt“, sagte sie. „Du, pardon, Sie waren der Fotograf, Signorina Anello hatte damals darauf bestanden.“
„Lass uns beim Du bleiben“, bat Sascha. „Das ist in so einer Freundesgruppe lockerer.“
„Gern.“ Anja wirkte erfreut.
„Also du warst dann die Journalistin?“, fragte Sascha nach. „Ein hervorragender Artikel sauber recherchiert, meine Hochachtung.“
„Man spricht davon…“, erklärte Anja den anderen. „… dass der Schmuck aus der Werkstatt Viola Anello magische Kräfte hat.“
„Allerdings….“, so ergänzte Sascha. „… muss man dieses gewisse Empfinden dafür haben.“ Cornelia kam zwischenzeitlich mal wieder rein, füllte die Kaffeetassen nach und verschwand genau so lautlos wieder.
Malon sprach Leandrah direkt an. „Bastian sagte, deine Oma ist ins Krankenhaus gekommen?“
„Ja, und sie will alle ihre Enkelinnen um sich herum haben, um uns einen Schlüssel für den Dachboden zu geben.“
„Der Dachboden der immer verschlossen war?“, fragte Anja nach.
„Genau den“, bestätigte Leandrah.
„Was haben wir uns immer für Gedanken gemacht was da hinter der Tür versteckt ist“, sagte Malon. „Mit allen Mitteln haben wir versucht darein zu kommen, aber dann tauchte deine Oma immer wie ein Zerberus auf und hat uns davon gejagt. Bis auf Sonja, die hatte sich mal übers Dach und einen losen Ziegel den Weg dahinein verschafft.“
„Wie echt?“, fragte Bastian.
„Wenn Sonja sich etwas vorgenommen hatte…“, sagte Anja nachdenklich. „… hat sie es auch in Angriff genommen. Die Worte „Nein, das dürft ihr nicht“ waren für sie immer eine Herausforderung, ein Abenteuer, das sie sich nicht nehmen ließ.“
„Und? Hat sie etwas herausgefunden?“, fragte Bastian.
„Voll alter Möbelstücke, Bilder, jede Menge Schmuck, Schriftstücke, Geschirr und Besteck, Gläser und Ausweise.“
„Ausweise?“, fragten jetzt alle überrascht.
„Ja, ich erinnere mich, dass wir damals, als sie uns das im Krankenhaus erzählte, auch überrascht waren.“
„Im Krankenhaus?“
„Ja, beim wieder herausklettern war sie durch diesen Fund so durcheinander, das sie zwar den Ziegel wieder hinrutschte, aber sich von einer sie attackierenden Elster erwehren musste, das Gleichgewicht verlor und so vom Dach fiel. Ausgerechnet die Oma fand sie und wollte wissen wie das passiert sei. Sonja, obwohl vor Schmerzen kaum noch bei Besinnung, war so geistesgegenwärtig, dass sie sie immer wieder fragte, ob sie denn ein Engelchen sei und sie jetzt dem lieben Gott vorstellen wolle. Daraufhin rief die Oma den Krankenwagen und anschließend informierte sie Sonjas Eltern.“

„Stimmt“, erinnerte sich jetzt auch Malon. „Wir waren sechzehn und hatten uns für den Sommer so viel vorgenommen aber durchs Sonjas Sturz fiel das dann aus. Wir mussten ja immer wieder Besuche im Krankenhaus machen, auch dafür sorgen, das Sonja mit uns in der Klasse bleiben konnte, das hieß, mit ihr damals den Unterrichtsstoff durchpauken, damit sie den Anschluss nicht verlor. Sonja musste den ganzen Sommer im Krankenhaus bleiben, uns hat sie dann erzählt was sie dort gesehen hatte. Aber sobald Besuch von ihren Eltern oder der besorgten Oma von Leandrah auftauchte, hatte Sonja diese besorgniserregenden Gedächtnislücken. Den Ärzten war das ein Rätsel und so einigte man sich dann auf eine vorübergehende Amnesie.“
Ben schüttelte den Kopf. „Wie kommt Thomas mit ihr zurecht?“
„Falsche Frage“, beschied ihn Malon. „Die Frage muss heißen: Wie kommt Sonja mit Thomas zurecht?“
„Er ist ihr ruhender Pol“, warf Leandrah ein. „Er ist das Ying zu ihren Yang. Wir sind das Abenteuer, das sie dann und wann mal braucht und Thomas ihr lässt, weil er weiß, sie kommt zu ihm zurück.“
„Sein Häschen“, setzte Bastian hinzu.
„Genau“, bestätigte Leandrah. „Eins muss man aber sagen, sie ist eine großartige Freundin und immer da, wenn es mal brennt.“ „Das stimmt“, pflichteten ihr die anderen zu. „Man könnte von uns fast von den fünf Musketieren sprechen.“

„Musketiere, das ist ein gutes Stichwort“, nahm Bastian den Faden auf. „Wenn ihr dann mit dem Frühstücken fertig seid…“
„Also wir sind soweit fertig aber ob Leandrah das ist…?“ Sascha grinste. Wie durch Zauberhand ging die Tür auf und Bastians Eltern kamen herein und räumten den Tisch ab, ließen aber Säfte und Obst stehen, ergänzten das noch durch Fingerfood und Kekse. Danach verschwanden sie wieder lautlos.

„Bastian komm zur Sache“, forderte Ben. Bastian begann das Päckchen auszupacken welches vorhin per Kurier ankam. Vier Saphirblaue Lilien als Anhänger an einer feinen goldenen Kette, wobei der Hintergrund der Lilie ebenfalls aus Gold war. Bastian begann: „Gestern mussten Leandrah und ich arbeiten und sie kam mit einem Auftrag nach Hause der sie in ihre Heimat führt. Ich habe die Möglichkeit meine Berechnungen für mein derzeitiges Projekt überall ausführen zu können, daher
werde ich sie begleiten.“
„Gute Entscheidung“, stimmte Anja zu. „Nicht nur, weil ich dann Jacko wieder in Pflege habe.“
„Diese Kolumne kannst du dann ja weiterschreiben“, kicherte Malon. „Die ist so witzig, die ist einfach ein Sonnenstrahl an einem grauem Tag.“ Die anderen nickten beifällig.

„Dann kam der Anruf ihrer Mutter, die Leandrah bat, nach Hause zu kommen, wegen dieses Schlüssels den ihre Oma an die fünf Enkelinnen geben will, damit sich alle etwas vom Dachboden nehmen sollen.“

„Wenn deine Cousinen den gleichen Anruf bekommen haben…“, meinte Malon. „… dann sind sie jetzt schon am Nähen.“
„Wieso? Ich verstehe nicht“, fragte Erik nach.
Anja und Malon lachten. „Echt nicht?“, fragten sie dann. Erik schüttelte den Kopf.
„Große Säcke…“, erklärte Anja. „… nähen sie, damit viel reinpasst von dem was man eventuell dort an Schätzen finden kann.“ „Und sie sind flink darin“, ergänzte Malon. „Weil sie ja Angst haben jemand könnte ihnen zuvor kommen.“
„Witzig ist nur…“, fügte Anja hinzu. „… die sind auch untereinander so, jede hat Angst das die andere mehr hat.“
„Aha“, meinte Erik dann. „Ich verstehe.“

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Leandrah = Fremdkörper Kontakt

Fremdkörper Kontakt

 Na nun was soll man da drunter verstehen? An sich ist doch jeder, den ich nicht kenne ein Fremdkörper. Aber hier geht es um eine ganz interessante Phantasie ausgelebt von Frank und seiner Freundin Melanie. Sie führen eine recht offene Beziehung. Melanie weiß um den Hang von Frank, gern blickdichte, glänzende Strumpfhosen zu tragen. Auch sie bevorzugt Strumpfhosen, allerdings mehr die feineren. Bei einem unserer Gespräche wollte er, dass ich ihm sage was er anziehen soll. Allerdings war zu dem Zeitpunkt seine Freundin noch in der Wohnung.

„Nun“, meinte ich locker. „Wo hält sie sich denn gerade auf?“ „Im Schlafzimmer“, kam die Antwort. Ich dann: „Dann geh hin und gib ihr die Strumpfhose die du gern tragen willst und lass sie dir von ihr anziehen.“ „Das…“ Er schluckte. „… haben wir noch nie gemacht.“ „Dann wird es eben eine neue Erfahrung sein.“ Er ist dann zu ihr ins Schlafzimmer gegangen und hat ihr verklickert, das ich, also Leandrah, möchte, dass sie ihm die Strumpfhose anzieht. Sie hat sich nicht geziert und für ihn war das tatsächlich mal eine interessante Erfahrung angezogen zu werden. Ich fragte zwischendurch, ob sie gut sitzt.„Ja, alles bestens.“ Danach tigerte er wieder jetzt mit der Strumpfhose bekleidet ins Wohnzimmer.

„Was soll ich jetzt anziehen?“, fragte er. „Nun, wie sieht es mit dem schwarzen Kleid das etwas über die Knie geht aus, das was du mir über den Messenger schon einmal gezeigt hast? Ich möchte, dass sie für dich die Zofe macht und dir auch hier beim Ankleiden hilft.“ Er schluckte. „Was ist?“, fragte ich neugierig. „Weiß sie nicht, dass du auch Kleider trägst?“

„Nein darüber haben wir bisher noch nicht gesprochen“, antwortete er, und ich konnte förmlich die leichte Röte die in seinem Gesicht aufflammte erahnen. „Nun“, meinte ich. „Dann wird es ja mal Zeit das du das änderst.“ „Meinst du?“, fragte er wieder. Ich konterte: „Du hast mir die Hoheit gegeben, zu bestimmen was du heute trägst, also bitte deine Melanie dir zu helfen.“ Wieder zurück ins Schlafzimmer. „Ähmmm, Melanie…“ Es waren für mich dann nur vereinzelte Wortfetzen zu verstehen, als er seine Melanie aufklärte, welchen Wunsch ich erneut geäußert hatte. Sie muss wohl doch recht erstaunt gewesen sein, hat ihm jedoch beim Ankleiden geholfen. Wieder zurück ins Wohnzimmer.

„Jetzt noch die Schuhe“, sagte ich. „Ich weiß, du legst immer sehr viel Wert auf deine ausgesuchten Schuhe. Ich hätte gern das du die Peep Toes in schwarz dazu trägst, die kleinen zum Schnüren.“

„Leandrah…“

„Ja, Frank?“

„Leandrah, davon weiß sie nichts.“ „Echt nicht?“ Ich konnte es nicht glauben. „Nun dann machen wir heute den Tag der Aufklärung. Sag ihr wo sie stehen und lass sie sie holen und sie dir anziehen.“ Er trabte ins Schlafzimmer zurück, um ihr zu erklären welche Wünsche ich noch hegte. Neugierig fragte ich ihn, wie sie es aufnahm und er antwortete: „Überrascht, aber ruhig.“ „Ich denke du wirst hinterher einiges zu erklären haben“, sagte ich lächelnd. Nachdem sie ihm die Schuhe angezogen hatte, zog sie sich zurück, das war okay. Frank hingegen sollte jetzt so auf den Balkon. Die Hand dabei unter das Kleid geschoben auf der Strumpfhose reibend. Es war schon zu viel Spannung in der ganzen Szenerie für ihn gewesen, das er bald abspritzte.

Das war jetzt nur mal so eine kleine Episode dessen, was wir am Telefon miteinander spielen und eben auch real im Hintergrund abläuft. Diesmal ging es aber um etwas anderes. Beide hatten, wie er mir erzählte, trotz Beziehung sich die Erlaubnis erteilt, fremdzugehen. Aber… Dieses Fremdgehen wird jedoch zuvor von den beiden zuerst in der Phantasie durch gespielt. Wie könnte es ablaufen?

Wie mache ich den/die an, auf der/dem mein Augenmerk liegt?

Was ziehe ich an?

Gehe ich allein oder nehme ich dich mit?

Macht es dich an, wenn ich mit dem oder der andern flirte?

Wie weit will ich dann wirklich gehen?

Siehst du mir zu?

Kommt Tamara mit, die Freundin von Melanie?

Schaffen die beiden Frauen es, einen Mann so zu becircen das er beide will?

Wenn ich früher nach Hause gehe, wird sie es mir später bis ins kleinste Detail erzählen, was sie gemacht haben. All das wird in deren Phantasie vorab durchgespielt zum heißmachen. Oft werde ich dann von ihm noch angerufen um dann die richtigen Fragen zu stellen, damit diese Situation noch mehr ausgereizt wird.Fragen, die nur ein Außenstehender dazu stellen kann, weil er das aus einem anderen Blickwinkel betrachtet. Ich fragte ihn: „Du Frank, stell dir mal vor wie es ist, wenn du vorab in dieser Disco bist. Dir einen Platz gesucht hast, von wo du alles genau überblicken kannst. Du hast dir einen Drink bestellt und schaust dich aufmerksam um. Sondierst sozusagen das Terrain. Fragst dich, welcher der Männer wohl um die Gunst deiner Freundin und ihrer Freundin buhlen wird.“

„Leandrah, das ist ein interessanter Aspekt“, bekomme ich zur Antwort. „Nur, diesmal darf ich nicht mit.“ „Wie? Und darauf hast du dich eingelassen?“ Ich kann es nicht glauben. „Gib schon zu Frank, die Neugierde hält dich schon in ihren Fängen.“

„Ja ja ja, natürlich hast du Recht“, gibt er zu. „Auch die Vorstellung wie du sie eben aufgeworfen hast, dass ich den einen oder anderen in Betracht ziehe, sich den beiden Damen zu nähern, sie anzumachen.“

„Würde dich das völlig kalt lassen Frank, wenn du dabei zusiehst wie Melanie den Avancen des Mannes nachgibt, wie sie sich beim Tanz an ihm reibt, sehr wohl wissend dass du zuschaust? Bedenke, es ist ein Unterschied ob man es in der Phantasie miteinander durchspielt, oder eben live. In der der letzteren Version kann man Gefühle nicht ausblenden. Sie überrollen dich einfach. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass du völlig teilnahmslos, und desinteressiert dir das Schauspiel ansiehst.“

„Nein, natürlich nicht, Leandrah. Ich genieße es, zu wissen, dass Melanie andere Männer mit ihren Auftritt geil macht. Heiß macht. Sie darf ja heute durch unsere Absprache den FREMD KÖRPER KONTAKT genießen. Es ist für uns eine besondere Art, der Lust Erfahrung.“

„Willst du damit sagen…“, hake ich erneut nach. „… du geilst dich in dem Moment auf, wenn du siehst wie er sie berührt, wie er sie küsst… Wie seine Hand ihren Rock hochschiebt … Und dann den Wechsel zu Tamara vornimmt, die Hand jedoch noch bei Melanie belässt?“ „Ja, mache ich“, bestätigte Frank.

„Gehen wir mal davon aus, dass du es von deiner Warte aus alles gut im Blick hast, gehen wir weiterhin davon aus, dass du diese schicke glänzende, blickdichte Strumpfhose trägst und wie immer nichts da drunter. Gehen wir ferner davon aus, dass du das schicke schwarze Kleid an hast das man lang und kurz tragen kann. Du weißt schon, welches ich meine… Ja genau, das Schlauchkleid. War es nicht so, das die Schultern frei waren?“  „Ja“, bekomme ich zur Antwort. „Dein Gedächtnis ist gut.“ „Auch dich streifen Blicke, interessierte Blicke. Nicht nur Frauen schauen dich an, sondern auch der ein oder andere Mann begutachtet dich. Mustert dich, wie reagierst du darauf?“ „Hmmm, Männer sollten Melanie und Tamara ansehen.“

„Steht da aber nicht auf einem Hinweisschild“, kontere ich. „Du hast nackte Schultern, trägst glänzende Strümpfe wie sie sehen können, warum solltest du nicht auch in ihr Beuteschema fallen? Du weißt doch, nichts ist unmöglich.“  „Leandrah, kompliziere das jetzt bitte nicht. Du weißt, ich stehe nicht auf Männer.“  „Ja ich weiß, dennoch kannst du es auf Grund deiner Aufmachung nicht ausschließen, dass auch du interessant rüber kommst. Aber vertiefen wir das jetzt mal nicht. Es geht ja um Melanie und ihre Freundin. Du bleibst also allein zu Hause und wartest darauf, bis sie wieder zurück kommt?“  „Ja.“

viertel

ebook 6,49€

ISBN: 978-3-7418-3578-0

TOP SECRET

Taschenbuch (260 Seiten) book on demand

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Leandrah – Live Reportage

Als „sogenannte“ Akustische Erotikhostess bin ich immer am Ball die vielfältigen Wünsche und Fetische gekonnt in Szene zu setzen. Rollenspiele auf der Improvisationsbühne das ist mein Metier. Eine kurze Rahmenhandlung und schon setzt sich mein Kopfkino in Gang. Lässt Worte zu Bildern werden die ich dann wieder durch meine Stimme an den Mann bringe und dieser, sofern er die Phantasie zulässt seinen ureigensten Wunsch – Film erleben kann. Von der Live Reportage bis hin zum Tantra, über den Lauscher, zum Zuschauer in der 1. Reihe. Das „Spiel ohne Grenzen“ und „Männer im Wandel der Zeiten.“ Sind Dessous Verführung oder Verheißung? Fußball und Sex ist das vereinbar? Zu guter Letzt noch eine besondere Beratung.
Mit meinen Kopfkino – Geschichten möchte ich die eine oder andere Phantasie anstoßen, die eindeutig zweideutigen Aussagen sollen dir ein Lächeln entlocken, dich heiß machen.

diesmal dürft ihr mal reinhören in eine Geschichte – mit diesem Link werdet ihr zu mega weitergeleitet und könnt euch den mp3 kostenlos herunter laden.

leandrah.de – Live Reportage

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ebook: 4,99 €      –    ISBN: 9783844274783

Taschenbuch: book on demand – ISBN: 9783737553513

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Iris – Gut zu V(v)ögeln

Pfingsten – Gut zu „V(v)ögeln“

Lisa hatte vor drei Jahren im Sommer ihr Studium der Ornithologie begonnen. Jetzt, in den Semesterferien, war sie sie das erste Mal wieder zu Hause. Prompt lief ihr Karin über den Weg, ausgerechnet Karin. Eine Zimtzicke wie sie im Buche steht.
„Na, auch mal wieder den Weg nach Hause gefunden?“ sprach Karin sie an.
Lisa nickte nur und versuchte möglichst schnell an ihr vorbei zu kommen.

„Was treibst du denn in der großen weiten Welt?“, fragte Karin spöttisch.
„Ich studiere.“ presste Lisa raus „Und jetzt muss ich weiter.“
„Oh, Madame studiert. Bist wohl etwas Besseres als unsereiner?“
„Lass mich.“, Lisa riss sich los. Nein, es war offensichtlich keine gute Idee gewesen nach Hause zu kommen, aber Ihrer Mutter ging es nicht besonders gut und nur aus diesem Grund hatte sie das Praktikum im Naturschutzgebiet sausen lassen. Beim Weitergehen lief sie ihrem Zwillingsbruder über den Weg. Er sah sofort die kleinen schimmernden Tränen in den Augenwinkeln seiner Schwester: „Karin?“.
„Karin…“ sagte Lisa.

„Dieses Miststück,“ fluchte Steffen „sie lernt es wohl nie.“ Auch er war jetzt in den Semesterferien zurückgekommen, um ihren Vater in der Tierarztpraxis zu unterstützen, solange ihre Mutter ausfiel. Morgen würde sie operiert werden und danach ging es zur Kur. Nur deshalb hatten beide Kinder ihre anstehenden Praktika verschoben, um ihren Eltern in dieser Zeit beizustehen.
„Lisa, Lisa,“ erklang es hinter ihnen „schau mal was wir gefunden haben. Meinst du, du bekommst ihn wieder hin?“ Die beiden Nachbarskinder brachten ein Körbchen, darin saß ein Rotkehlchen, ganz matt und zerzaust.
„Wir gucken mal.“ sagte sie, als sie es behutsam auf den Tisch legte und untersuchte. Sie holte eine Pipette aus einer Schublade und gab dem kleinen Vogel etwas Wasser in den Schnabel. Die Kinder schauten aufmerksam zu. Dann tastete sie ihn ab. „Ein Flügel ist gebrochen.“ sagte sie leise. „Ich werde ihn stabilisieren und dann braucht er einfach nur Ruhe. Ich behalte ihn hier.“ Sie setzte ihn in einen kleinen Käfig, der unten mit einer Grasmatte ausgelegt war.

„Können wir was tun?“ fragten die Kinder. „Ja, sammelt kleine Spinnen, Regenwürmer und Insekten. Er wird Kraft brauchen zur Genesung.“
„Machen wir! Danke Lisa, bis morgen.“
„Bis morgen.“ und schon stoben die beiden davon.

Ihr Vater hatte doch garantiert noch Mehlwürmer da. Und tatsächlich. Sie nahm das Rotkehlchen in die Hand und begann es mit einer kleinen, abgerundeten Pinzette zu Füttern. Man merkte dem Vögelchen an, dass es sehr schwach war. Steffen hatte aus Klopapier und Stoffresten ein kleines Nest in den Käfig gezaubert und dort bettete Lisa das kleine Kerlchen nun ein. „Keine Angst,“ lächelte sie dem Vogel zu, „bald geht es dir wieder besser.“
Als sie vor die Tür trat verschwand ihr Lächeln schlagartig. Doris, Karin, Kevin und Gerry grinsten sie widerlich an. Sie konnte die vier noch nie leiden.

„Hast du wieder ein kleines Vögelchen gerettet?“ fragte Gerry spöttisch. Karin verbesserte ihn: „Falsche Fragestellung, Gerry. Du musst fragen: Bist du immer noch gut zu „Vögeln“?“
Die vier wieherten richtig los.
Noch immer lachend wiederholte Gerry seine Frage: „Na Lisa, bist du immer noch gut zu Vögeln?“

„Lasst mich einfach in Ruhe, ok?“ sie hielt sich die Ohren zu.
„Aber warum denn Lisa? Wir sind doch alte Schulkameraden. Wir haben uns so lange nicht gesehen. Wir wollen doch nur wissen, ob du immer noch so gut zu Vögeln bist wie damals.“ meinte Doris.

Steffen, der noch was in der Praxis zu erledigen hatte, kam jetzt auch zur Tür heraus. Seit er denken konnte hatten Karin und ihre Anhänger es Lisa schwer gemacht, ohne jeden erdenklichen Grund.
„Weg hier, los runter vom Hof. Habt ihr nichts Besseres zu tun als unerwünscht irgendwo herumzulungern und Ärger zu machen?“ schrie er die vier an.
„Ärger? Nein Steffen, wir führen hier eine Unterhaltung. Wir haben deine Schwester gefragt ob sie noch immer so gut zu Vögeln ist und warten auf eine Antwort.“
Steffen sagte langsam: „Wie gut Lisa zu Vögeln ist, geht keinen von euch was an. Jetzt haut ab.“
„Wie ist es denn mit Dir?“, fragte Karin jetzt herausfordernd, „Bist Du gut zu „Vögeln“?“
Steffen schaute Karin spöttisch an und sagte: „Ja.“
„Echt?“ Karin zeigte sich überrascht, „Das würde ich doch zu gern erleben.“

„Vergiss es. Ich steh nur auf Mädchen die Stil haben. Und Karin, es gibt exotische Paradiesvögel, elegante Schwäne, intelligente Beos und noch weitere facettenreiche wunderschöne Vögel und Mädchen. Du bist aber leider nur eine dumme Gans.“
„Pah! Du hast doch keine Ahnung!“ wurde Karin jetzt laut.
„Glaub mir, ich bin gut zu Vögeln, also kenne ich mich auch aus.“, konterte Steffen. Da kam gerade Ulf, ein sehr alter und sehr guter Freund von Steffen und Lisa auf der Einfahrt vorgefahren. „Hey, gibt es Gruppenrabatt bei euch in der Praxis, oder warum stehen hier so viele Leute rum? Dein Vater hat mich vorhin angerufen. Er meinte euer Salz sei ausgegangen und ich solle noch welches mitbringen.“ Er hielt das Säckchen in der Hand und sah zu Karin und ihrer nervtötenden Clique. Auch er konnte die vier nicht leiden. Was sie hier zu suchen hatten war ihm auch klar, denn er hatte von Steffen schon erfahren, dass Lisa auch über die Semesterferien hier sein würde. „Vielleicht sollten wir das Salz nicht zum Kochen verwenden Ulf.“ meinte Steffen plötzlich. Ulf wusste genau worauf er hinaus wollte: „Ich verstehe. Nächstenliebe und so. Karin, möchtest du das Salz haben? Sonst kriegst du doch nie nen Typen ab, wenn du kein Salz auf seinen Schwanz streust.“

Karin wurde rot vor Zorn. Sie wollte gerade etwas sagen, da kam ihr Steffen dazwischen: „Nicht? Na gut, ich glaube bei dir würde nicht mal das mehr helfen einen Kerl bei dir zu behalten, da wäre das weiße Gold nur verschwendet.“ Bevor Karin oder einer ihrer Freunde etwas erwidern konnte waren Ulf und Steffen schon lachend im Haus verschwunden.

Lisa deckte den Tisch. „Bleibst Du zum Essen, Ulf?“ fragte sie.
„Gern.“ seine Augen blitzten auf, als er Lisa sah. Steffen entging das nicht. Und er freute sich, dass auch Lisa vertrauensvoll mit ihm umging. Ulf war ein sehr guter Freund und er wünschte sich schon, dass er eines Tages ein festes Mitglied der Familie sein könnte.
„Was ist denn jetzt genau da draußen los gewesen?“

„Ach, die haben es seit der Grundschulzeit auf Lisa abgesehen. Da unsere Eltern die Tierarztpraxis hier haben, sind Lisa und ich schon immer
für verletzte Tiere jeglicher Art die erste Hilfe vor Ort gewesen. Was haben wir nicht alles in dem kleinen Streichelzoo wieder auf die Beine gebracht. Auch viele verletzte Vögel eben und so fing das an. Kaum in der Pubertät hatten Karin und Doris nichts anbrennen lassen. Lisa, die lieber auf Bäume kletterte und unserem Vater zusah, zogen sie ständig auf. Von wegen „gut zu Vögeln“. Wie einfallslos und kleingeistig die doch sind.
Ihr wurde von älteren Mitschülern aufgelauert und ins Gebüsch gezerrt. Nur laute Hilfeschreie konnten sie aus solchen Situationen retten. Bald traute sie sich auch nicht mehr tanzen zu gehen, weil immer und überall Karin und Doris lauerten und in den Raum riefen, sobald sie Lisa ansichtig wurden, sie sei gut zu „Vögeln“.
Sie haben Lisa einiges vergällt. Als Sie dann aufs Gymnasium in der Großstadt ging, kehrte Ruhe ein. Die beiden Mädels vorhin wurden von ihren Eltern in Ausbildungen gesteckt, Gerry und Kevin gingen zum Bund.“

Sie setzten sich zum Essen.
„Lisa,“ begann Ulf, „wegen den unterbelichteten Figuren von vorhin brauchst du nicht weglaufen. Du hast und kannst so viel, was die nie im Leben haben, geschweige denn begreifen werden. Das sollte dich bestärken hocherhobenen Kopfes an denen vorbei zu gehen.“
„Sage ich ihr auch immer.“ warf Steffen ein.
„Weißt du was Lisa? Wie gehen heut Abend in die Disco, wir müssen dich auf andere Gedanken bringen.“ schlug Ulf vor.
„Ich weiß nicht. Unsere Mutter…“, zögerte Lisa.
„Ich bin ja da,“ sagte Steffen „wenn was ist melde ich mich sofort bei dir.
Lass dich von Ulf ein bisschen ablenken.“
Sie zögerte noch immer. Ulf schaute sie bittend an: „Ich werde dein Musketier sein, und dich, meine Königin zu beschützen wissen.“
Sie lächelte. „Na gut, einverstanden.“
„Dann hoch mit dir, zieh dir was Nettes an und dann viel Spaß.“ forderte Steffen sie auf.
Lisa verschwand in ihrem Zimmer.
„Danke.“ sagte Steffen unten zu Ulf.
„Ich mag Lisa sehr, nichts zu danken. Seitdem du sie mir das erste Mal vorgestellt hast kann ich sie nicht mehr vergessen.“
„Mir würde es gefallen wenn aus euch ein Paar werden würde.“

Jetzt sagte Ulf danke, und da kam Lisa auch schon beschwingt die Treppe hinunter. „Toll siehst Du aus.“ meinte Ulf bewundernd.
Steffen winkte ihnen noch nach, als Ulfs Wagen aus dem Hof fuhr.

„Will er auf einmal auch wissen wie gut sie zu Vögeln ist?“ fragte Doris hämisch aus dem Dunkel heraus.
„Du brauchst es ja nicht mehr lernen, nehme ich an.“ fauchte Steffen.
„Stimmt, ich bin gut geübt. Willst du wissen wie gut?“
„Vergiss es. Ich will mir ja nichts einfangen.“ beschied Steffen sie.
„Außerdem habe ich eine Freundin.“
„Na und? Sie wird sicher nicht die Erfahrung haben, die Karin und ich mitbringen, wir sind übrigens auch ein gutes Team.“ „Mag sein,“ konterte Steffen, „dafür ist sie nicht so ausgeleiert wie ihr. Das ist aber auch nicht verwunderlich, wenn die halbe Kleinstadt schon drin war.“
„Und wenn schon.“ trällerte Doris, „Wir leben unsere sexualen Triebe eben wie Männer und machen einen Wettstreit daraus.“

¬„Wie auch immer. Aber so kommt ihr natürlich nicht zu einer festen Beziehung. Wer will denn mit jemandem zusammen sein, bei dem man hinter jedem Mann, den man im Umkreis von 10km trifft überlegen muss, ob der auch schon mal in euch drin war?“
Das war ein wunder Punkt. Doris zuckte zusammen.
„Du bist gemein.“ sagte Doris. „Du und Lisa, ihr glaubt wohl, bloß will ihr studiert, seid ihr etwas Besseres. Was haben wir denn schon für Chancen hier in diesen Kaff?“
„Das hättet ihr Euch beizeiten überlegen müssen. Aber da war euch ja das Rumvögeln wichtiger als lernen. Mein Tipp: Es gibt Volkshochschulen, da kann man über Kurse auch weiter kommen.“

„Denkst du ich hätte nach einem 8-Stunden-Tag noch die Zeit zu büffeln?“
„Na dann, hast du dich ja entschieden. Man muss im Leben eben Prioritäten setzen.“ Mit diesen Worten schloss er die Tür.

Ulf indes war mit Lisa in der Disco angekommen. Es machte ihm Spaß zu sehen wie sie aufblühte und den Alltagsstress von sich schüttelte. Für Ihn war sie hier mit Abstand die schönste Frau.
Er zog sie beim tanzen ganz nah an sich heran und fragte: „Ganz ehrlich, Jungfrau bist du aber nicht mehr, oder?“ Sie schüttelte leicht den Kopf. „Nein, bin ich wirklich nicht mehr. Nur so die Art und Weise wie Karin, Doris und der Rest der Clique darüber reden verletzt mich.“
Er hob ihr Kinn und sah in ihre Augen: „Ich möchte gern mit dir…“
Er brach den Satz ab.Featured image
„Vögeln?“ fragte Lisa nach.
Verlegen sagte Ulf: „So kann man es auch nennen. Aber auch bumsen, rammeln, ficken, schlafen, es tun, Sex haben, Geschlechtsverkehr haben,… Na du weißt schon was ich meine.“ raunte er leise.
„Ja,“ sagte Lisa „das möchte ich auch gern mit dir.“ © alle Rechte 2012

ebook – ISBN: 978-3-7375-0064-7 – 4,99€

Taschenbuch on demand ISBN: 978-3-7375-1829-1

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